Persönliche Assistenz für Schüler und Schülerinnen in Bildungseinrichtungen des Bundes - PAB

SchülerInnen mit körperlicher Behinderung, die eine allgemeinbildende höhere Schule (AHS) oder berufsbildende mittlere oder höhere Schule (BMHS) besuchen,

können im Schulalltag Persönliche Assistenz bekommen. Das gilt auch für Studierende an Pädagogischen Hochschulen.

PAB wird vom Bundesministerium für Bildung und Frauen gefördert.

Zielgruppe von PAB

PAB bezieht sich auf SchülerInnen bzw. auf Studierende mit körperlicher Behinderung, die in die Pflegestufe 5, 6 oder 7 eingestuft sind. In begründeten Ausnahmefällen können auch Personen ab der Pflegestufe 3 PAB bekommen.

PAB richtet sich an SchülerInnen bzw. Studierende, die eine vom Bund erhaltene öffentliche Schule bzw. Pädagogische Hochschule besuchen. Öffentliche Pflichtschulen (Volksschule, Hauptschule, Neue Mittelschule, Polytechnische Schule, Sonderschule) sind nicht erfasst. Davon ausgenommen sind die den Pädagogischen Hochschulen eingegliederten Praxisschulen.

Privatschulen sind nur dann erfasst, wenn sie das Öffentlichkeitsrecht besitzen und der Bund in den Organen des Schulerhalters vertreten ist.

PAB wird für die Zeit gewährt, während der sich die SchülerIn  bzw. StudentIn in der Einrichtung aufgrund des Unterrichtes aufhält.

Von PAB ausgenommen sind Unterrichts- bzw. Lehrveranstaltungen bei denen eine Befreiung von der Teilnahme ausgesprochen wurde oder die entfallen. Auch für mehrtägige Schulveranstaltungen bzw. für vergleichbare Lehrveranstaltungen an Pädagogischen Hochschulen wird keine Persönliche Assistenz gewährt.

Die Unterstützung durch Persönliche Assistenz muss für den Schulbesuch bzw. das Studium unbedingt erforderlich sein. Kann auf andere Weise, z.B. durch den Einsatz technischer Mittel, Abhilfe geschaffen werden, ist die Gewährung von PAB nicht möglich.

Die erforderlichen fachlich-inhaltlichen Voraussetzungen für die angestrebte Ausbildung müssen die AssistenznehmerInnen mitbringen.

PAB bietet folgende Leistungen an

  • Arbeitsvor- und -nachbereitung (z. B. Inbetriebnahme eines Laptops)
  • Handreichungen während des Unterrichts bzw. der Lehrveranstaltung
  • Unterstützung beim Raumwechsel
  • Unterstützung während der Pausen
  • Unterstützung bei der Körperhygiene
  • Hilfe beim Aus- und Ankleiden
  • Hilfe beim Einnehmen von Mahlzeiten.
  • Begleitung auf dem Schulweg

PAB kann auf folgendem Wege in Anspruch genommen werden

Nach ausführlicher Beratung von SLI, wird ein schriftlicher Antrag beim Landesschulrat für Tirol eingebracht. Nach inhaltlicher Prüfung wird der Antrag an das Bundesministerium für Bildung und Frauen  weitergeleitet.

Bei Bewilligung des Antrages wird eine Vereinbarung mit der AssistenznehmerIn bzw. den Erziehungsberechtigten abgeschlossen und Assistenz vermittelt.

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